#382 { do it yourself } amigurumi

Ein Amigurumi zu häkeln, ist gar nicht so schwierig, wie man anfangs denkt – man braucht nur ein wenig Übung, das nötige Material und den ein oder anderen guten Tip, den man sich unter anderem von hier holen kann!
Das Material, das wir benötigen, ist von Amigurumi zu Amigurumi unterschiedlich. Was wir aber auf jeden Fall bei jedem Amigurumi brauchen, ist die immer wichtige Styroporkugel (ich empfehle für ein normales Amigurumi eine Kugel mit Durchmesser von 7 bis 10 Zentimetern), eine Häkelnadel, eine dicke, stumpfe Nähnadel und eine ganz normale Nähnadel mit dazu passender Wolle und natürlich auch Garn, Knöpfe für die Augen (oder Puppenaugen, wie auch immer – hier ist eure Kreativität gefragt) und eine Schere.
Was genau ist eigentlich ein Amigurumi? Dies sind japanische Häkelpuppen wovon es zwei verschiedene Untergruppen gibt; die körperlosen Amigurumis, die sich meist in Muffinförmchen aus Papier befinden und diejenigen unter ihnen, die sehr wohl einen Körper haben. Hier ist dann natürlich immer darauf zu achten, dass man mindestens zwei verschiedene Farben am Körper verwendet, aber alles nach der Reihe.
Wie bei jeder anderen Art von “Kunst” auch hat natürlich bei den Amigurumis jeder seinen eigenen Stil. Dieser kann sich erstrecken von einfachen 0815 Püppchen, bis hin zu komplexen Tiergestalten oder exakt nachbearbeitete Anime- und Mangafiguren bis hin zu den – wie sollte es auch anders sein – kawaii amigurumis.
Ob diese Untergruppen auch genau so heißen, sei nun einfach Mal dahin gestellt.
Ob man nun den Körper des Amigurumis – falls man einen dazu plant – mit Reis, Watte oder vielleicht sogar noch mehr Wolle füllt, ist jedem selbst überlassen.
Aber es gibt keine schlimmere “Blasphemie” in diesem Fall, als den Kopf mit etwas anderem als einer Styroporkugel zu füllen! Wie sonst sollte man bei jedem einzelnen Amigurumi eine perfekt gleichmäßige Kugel hinbekommen… Nun denn, legen wir los.

Schritt 1: Wir beginnen mit dem Kopf. Gleich vorweg gesagt: Bei JEDEM Teil, das an das Amigurumi dran kommt, beginnen wir mit einem gehäkelten Kreis. Wer so etwas noch nie gemacht hat, sollte sich diese Seite hier Mal eben durchlesen. Benutzt man zwei verschiedene Farben, bricht man – je nach Größe der Kugel – bei etwa einem Drittel ab und häkelt einfach mit der zweiten Farbe weiter.
Schritt 2: Um eine gleichmäßige Form beim Kopf zu erhalten, häkeln wir nicht in einem durch sondern häkeln zwei Teile, die wir dann um die Styroporkugel herum zusammennähen. Kommt nun kein Körper mehr dran, bringen wir den Kopf in eine Muffinform an oder machen sonst was damit und gehen sofort über zu Schritt 8. Kommt ein Körper unten dran, folgen wir den nächsten Schritten ohne Auslassungen.
Schritt 3: Wichtig ist es, die Arme immer kleiner zu machen, als die Beine werden sollten. Natürlich kommt das auch stark darauf an, was gehäkelt wird. Mensch oder Tier? Aber dennoch macht man im Normalfall die Arme um etwa einen Zentimeter kürzer, als die Beine. Ob sie den gleichen Durchmesser bekommen, ist euch überlassen.
Schritt 4: Für Arme und Beine werden immer längliche Säckchen gehäkelt, die man dann einfach in gleicher Höhe und Diagonale am Körper anbringt.
Schritt 5: Der Körper wird, wie jeder andere Teil des Amigurumis, in einem Kreis begonnen, wird aber mit dem nicht unterbrochenen im-Kreis-häkeln zu einem länglichen Sack, den man durch das Auslassen einer Schlaufe (oder teilweise jeder dritten Schlaufe) oder auch durch das gelegentliche hinzufügen einer Schlaufe erweitern oder zusammenziehen kann. Nähert man sich dem Hals, ist es natürlich empfehlenswert, den Kragen “zu zu ziehen”.
Schritt 6: Reis ist bei Wolle eher weniger als Füllmittel zu empfehlen – ich verwende stets Normal- oder Bastelwolle.
Schritt 7: Falls bei der Figur ein Schwänzchen benötigt wird (oder etwas anderes, wie zum Beispiel ein Schnabel), so bringt man ihn einfach wie Arme und Beine am Körper an.
Schritt 8: Für die Augen werden unterschiedliche Materialien verwendet – genauso wie für das Gesicht / den Mund. Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Meistens verwendet man fertige Puppenaugen oder ganz herkömmliche Knöpfe. Entweder man verwendet 2 große (für die Iris) und 2 kleine (für die Pupillen) oder einfach 2 kleinere. Diese werden mit ganz normalem Nähgarn an der Wolle befestigt.
Schritt 9: Die Haare werden nun befestigt, genauso wie Kopfbedeckungen, Schleifchen oder Ohren – je nachdem, was ihr mit eurem Amigurumi geplant habt. Nachdem ihr dann auch diesen letzten Schliff (plus / minus Bekleidung…) hinter euch gebracht hat, ist euer Amigurumi fertig! Herzlichen Glückwunsch. :’)
Viel Spaß beim Häkeln!!
Damit ihr noch ein wenig Ideen für euer erstes Amigurumi bekommt, hier meine bisher gehäkelten Amigurumis, die nicht für cute it up erstellt wurden:





































*hust* Styropor hab ich noch nie benutzt. Und ich fülle meine Häkelviecher mit Füllwatte. Könnte aber auch daran liegen, dass ich noch keine richtige Figur gehäkelt habe, sondern kleine Tierchen, die keinen großen Kopf haben. °_°
Dritte Reihe, erstes Bild von links: Cooles Teil! <3
ja… styropor nimmst du ja auch nur für den kopf, füllwatte dann eben für alles andere ^^ wenn ich n kleines amigu mache, brauch ich auch keine kugeln XD